Warum sich Schule verändern muss

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Ein Thema, das mich seit langem umtreibt, ist die Frage, wie sich die Schulausbildung verbessern lässt. Dieses Feld ist - leider - durch so viele Mitspieler mit unterschiedlichsten Ideen bevölkert, dass ein vernünftiges Fussballspiel darauf eigentlich nicht mehr möglich ist. Bildung als Ansammlung von Faktenwissen ist nicht mehr zeitgemäss, trotzdem ist es genau das, was noch immer mit unseren Schülern auf dem Weg zum Abitur passiert.

Sir Ken Robinson hat in einem (wiederum sehr hübsch animierten) Vortrag die Herausforderungen beschrieben. Wenn man die Veränderungen der Arbeitswelt kennt, die sich gerade durch Agile und Lean ergeben, dann kommt einem doch vieles bekannt vor.

Warum organisieren sich Schüler, Klassen, Schulen nicht agil? Warum werden die Schüler nicht in mehr Eigenverantwortung für ihren Lernprozess eingebunden? Warum muss der Unterricht noch immer so frontal passieren? Wäre es nicht eine Idee, Schüler in agilen Projekten an konkreten Zielen arbeiten zu lassen, beispielsweise die Realisierung von Lernhilfen für ihre eigenen Nachfolger, oder an der Zusammenarbeit mit Schulen anderer Länder, oder am Aufbau eines "Schulunternehmens", das alle Funktionen eines realen Unternehmens abbildet und über die Schuljahresgrenzen hinaus weiterläuft? 

Wenn dies alles nach agilen Prinzipien erfolgen würde, wäre der Lerneffekt für alle Beteiligten enorm, und die Begeisterung für das jeweilige Produkt ebenso groß, wie das auch in "richtigen" agilen Projekten der Fall ist. 

Und was wäre so schlimm daran, motivierte, begeisterungsfähige, selbstorganisierende, teamfähige, konstruktive Schulabgänger zu haben?

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